«Bei den BAR Rangier und Cleaninghaben wir uns in einigen Punkten gefunden», berichtete an der SEV-GAV-Konferenz vom 4. September Gewerkschaftssekretär René Zürcher, der bei den BAR-Verhandlungen die Verhandlungsgemeinschaft von SEV, VSLF, Transfair und KVöV leitet. «Die Ausgangslage war insofern einfacher als bei KB und ZF, als das Personal bei den bestehenden BAR Rangier und Cleaning weniger zu verlieren hat. Noch offen ist allerdings auch für diese zwei Bereiche die Einteilungsphilosophie, zu der noch keine Einigung erzielt wurde.»
Bei den BAR Kundenbegleitung erwartet die SBB unter anderem, dass das Personal auf eine von zwei bisherigen Errungenschaften verzichtet: auf die ununterbrochene Arbeitszeit von 4 Stunden 30 oder auf die heutigen Regelungen zum Dienstende vor arbeitsfreien Tagen und zum Dienstbeginn nach arbeitsfreien Tagen. Die SBB lässt also das Personal auswählen, welche Verschlechterung es akzeptieren will … Diese Ausgangslage erschwert die Verhandlungen, die am 6. Oktober weitergehen. Nicht in den BAR KB regeln will die SBB die Doppelbegleitung ab 22 Uhr und in den kritischen Zügen, sondern in einer separaten Vereinbarung. «Klar ist für den SEV, dass er sich nicht mit einer blossen Absichtserklärung zufriedengeben kann», betonte Zürcher.
«Bei den BAR Zugführung konnten wir erreichen, dass die SBB auf gewisse ihrer Forderungen verzichtet, z. B. auf eine Erhöhung der ununterbrochenen Arbeitszeit oder auf längere unbezahlte Pausen», sagte René Zürcher weiter. Die Verhandlungen zu ZF gehen am 17. September weiter.
Die bereichsübergreifenden Themen, die unter anderem die Jahreseinteilung, die Zuteilung von Leistungen sowie deren Fristigkeiten und Grenzwerte beinhalten, werden erst am 15. Oktober weiterverhandelt.
«Bei allen Berufskategorien ist bei diesen BAR-Verhandlungen Spardruck spürbar», stellte René Zürcher fest. «So wollte die SBB bisher nicht auf Forderungen von uns eintreten, die etwas kosten würden, wie z. B. Zeitzuschläge für Samstagsarbeit.»
Markus Fischer