Unter den Delegierten sind Vertreterinnen und Vertreter aus allen Sprachregionen der Schweiz und den verschiedensten Berufsgruppen wie beispielsweise Bau- und Rangierpersonal, Kundenbegleiter:innen, Lokpersonal, Kolleginnen und Kollegen aus den Werken und Betriebszentralen, vom Schalter und der Verwaltung.
Das neu aufgestellte Team rund um SEV-Vizepräsident Patrick Kummer ist bestrebt, alle Delegierten zu Wort kommen zu lassen, Diskussionen offen zu gestalten und dennoch mit Effizienz im vorgesehenen Zeitraum durch das dicht gedrängte Programm zu führen. So, dass auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Tessin rechtzeitig den Heimweg antreten können.
An der letzten GAV-Konferenz im 2023 entschieden die Delegierten, dass der GAV SBB/SBB-Cargo verlängert und verbessert werden soll. An diesem Freitagmorgen geht es nun darum, diese Stossrichtung zu bestätigen und zu entscheiden, welche Teilbereiche des GAV es zu optimieren gilt.
Patrick Kummer, Vizepräsident SEV informiert einleitend über zwei grosse Herausforderungen bei SBB und SBB-Cargo, die grundsätzlich die Branche des öffentlichen Verkehrs betreffen: Unterbestände in diversen Berufsgruppen und Sicherheitsprobleme im Rangier, in der Kundenbegleitung und in den Werken. «Vor diesem Hintergrund ist es uns sehr wichtig, mit einer Verlängerung des Ende April 2025 auslaufenden GAV Stabilität zu signalisieren», gibt Patrick Kummer zu bedenken. «In einem zweiten Schritt müssen wir die bestehenden Herausforderungen angehen und den GAV dahingehend punktuell verbessern».
Unter diesem Aspekt werden denn auch zahlreiche Anträge aus den Unterverbänden diskutiert und verabschiedet. Dabei entstehen engagierte– manchmal auch kontroverse – Diskussionen und ein wertvoller, partizipativer Austausch.
Chantal Fischer